Die Verteilung der US-Nachnamen spiegelt die Geschichte der Einwanderung in das Land wider. Viele Einwanderer aus nicht-englischsprachigen Ländern haben ihre Namen einfach einge-englischt. Ein Beispiele hierfür ist der beliebte schwedische Name Johansson, der einfach auf Johnson verändert wurde. Der in Deutschland sehr beliebte Name Müller wurde zum Muller oder Miller, der Bäcker zum amerikanischen Baker. Einige recht häufige schwedische Namen waren so ähnlich, dass nur eine geringfügige Änderung der Rechtschreibung war notwendig, wie Andersson und Jonsson, weshalb diese Familiennamen viel häufiger in den USA vorkommen als in Großbritannien. Namen wie Williams, Jackson, Robinson, Harris, Davis, Brown und Jones sind typisch bei Afroamerikanern. Früher kam es häufiger vor, dass die Beamten bei der Einreise in die Neue Welt bei der Ausstellung der Dokumente den Namen falsch schrieben. Auch wurde manchmal ein Nachname total verändert, weil er als nicht amerikanisch genug galt.

Wordcloud mit den beliebtesten Nachnamen der USA @Americaurlaub.de

Die Top 10 der amerikanischen Familiennamen

Der Einfluss der Hispanics auf die amerikanischen Familiennamen

In den letzten Jahrzehnten wurden immer mehr spanische Namen registriert. Dies kommt durch die starke Zuwanderung von Hispanics aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern. Zudem bekommen die bereits seit einige Zeit in Amerika lebenden Latinos prozentual viel mehr Kinder als die Amerikaner. Garcia und Rodriguez sind ein gutes Beispiel für das hohe Wachstum von hispanischen Zuwanderern in den Vereinigten Staaten, sind sie doch bereits unter den ersten zehn Familiennamen zu finden.
Prozentual sehr viele neue Einwanderer kommen auch aus Asien, aber die absolute Anzahl ist noch zu gering, um den Einzug in die Top 50 der beliebtesten Nachnamen Amerikas zu schaffen.

Liste: Die beliebtesten Nachnamen in den Vereinigten Staaten

Rang Name
1 Smith
2 Johnson
3 Williams
4 Brown
5 Jones
6 Miller
7 Davis
8 Garcia
9 Rodriguez
10 Wilson
11 Martinez
12 Anderson
13 Taylor
14 Thomas
15 Hernandez
16 Moore
17 Martin
18 Jackson
19 Thompson
20 White
21 Lopez
22 Lee
23 Gonzalez
24 Harris
25 Clark
26 Lewis
27 Robinson
28 Walker
29 Perez
30 Hall
31 Young
32 Allen
33 Sanchez
34 Wright
35 King
36 Scott
37 Green
38 Baker
39 Adams
40 Nelson
41 Hill
42 Ramirez
43 Campbell
44 Mitchell
45 Roberts
46 Carter
47 Phillips
48 Evans
49 Turner
50 Torres

Da die USA ein Einwanderungsland sind, haben viele Amerikaner Nachnamen, die auf den ersten Blick nicht amerikanisch klingen. Bei der Ankunft im Hafen von Ellis Island kam es früher nicht selten dazu, dass die Beamten versehentlich bei der Ausstellung der Dokumente einen Namen falsch schrieben. Da kamen dann natürlich ungewöhnliche Namensgebilde zustande. Außerdem wurde manchmal ein Name komplett verändert, weil er als nicht amerikanisch genug angesehen wurde. Bei den Vornamen standen zuletzt Noah bei den Jungen und Emma bei den Mädchen als meistvergebene Namen der USA fest.