Das wohl berühmteste Tal der Welt, der Grand Canyon,  zieht alljährlich nahezu fünf Millionen Besucher in seinen Bann. Hier ein atemberaubender Blick in das Tal des Nationalparks.

Der Grand Canyon Nationalpark in USA

Foto: Grand Canyon am Nachmittag

Gradn Canyon with clouds

Foto: Grand Canyon mit Wolken

grand canyon sundowner

Foto: Eindrucksvoller Sonnenuntergang im Grand Canyon

Der Hauptteil des mit etwa 450km langen und durch riesige Schluchten geprägten Monuments ist aber geschützt und als ordentlicher Nationalpark der nationalen Parkbehörde der USA unterstellt.

Filmreife Kulisse und Weltkulturerbe

Größtenteils im Westen Arizonas gelegen, bietet der Nationalpark eine Kulisse, die wir alle sehr gut aus vielen Filmen, nicht nur aus Hollywood, kennen. Zudem ist ja der Haribo Goldbär dort zuhause, aber der ist ja nun dort auch schon vom Aussterben bedroht.

Als eines der Weltwunder unserer Erde wurde der Grand Canyon in Colorado schon vor vielen Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe gewählt. Die Schluchten sind wirklich atemberaubend und wunderschön. Weitläufige Gesteinsschichten soweit das Auge reicht, in einer Breite von etwa fünf bis 30km.

Winter im Grand Canyon

Winterlandschaft – Herrlich!

Im Norden des Canyons sind weniger Touristen unterwegs, dieser Teil ist eher schlecht erschlossen, auf der anderen Seite kann man hier die Ruhe geniessen. Im Herbst soll das sich verfärbende Laub der Wälder dort auch einen besonderen Reiz entwickeln, dieser Teil ist höher gelegen und stark bewaldet. Im Winter ist der Grand Canyon eine besondere Kulisse, der nicht nur ihrer Kamera schmeichelt.

Der südliche und touristisch stark erschlossene Teil des Canyons liegt auf über 2.000 Metern, von dort aus existieren tolle Ausblicke in das Tal, in dem der Colorado River seine Kreise zieht.

Nichts für Höhen-Luschen: Die Skywalk Abzocktour

grand canyon Platform skyview skywalk

Ein-malige Aussicht auf der Glasplattform ins Tal

Der Grand Canyon Skywalk ist eine Besucherattraktion im Erlebnispark Grand Canyon West der Hualapai-Indianer. Es handelt sich um eine über den Rand des Canyons hinausragende Plattform aus Stahlträgern mit aufgelegten gläsernen Bodenplatten und gläsernem Geländer. Der Skywalk bietet die Möglichkeit, auf einem 22 Meter über den Abgrund ragenden, hufeisenförmigen Balkon durch den gläsernen Boden den Grand Canyon zu bestaunen. Die Plattform befindet sich über einem Seitenarm des Canyons. Der 1.100 Meter tiefer gelegene Colorado River im Haupttal ist im Blickfeld, jedoch etwa zwei Kilometer entfernt. Die Höhe des Skywalks über dem Talgrund des Seitencanyons ist deutlich geringer. Die durch den Glasboden senkrecht unterhalb sichtbaren Felsen liegen zwischen 150 und 240 Meter unter dem Skywalkboden.

Lachnummer Eins: Schliesse keine Verträge mit den Hualapi-Indios

Ursprünglich waren im Vertrag des Investors Jin mit den Hualapai der Bau eines Hotels und eines Touristenzentrums neben dem „Balkon“ vorgesehen. Das Hotel wurde nie begonnen, der Bau des Besucherzentrums im Stadium des Rohbaus gestoppt. Nach jahrelangem Streit zwischen den Hualapai und Jin kündigte der Stammesrat in einer umstrittenen Entscheidung im März 2012 alle Verträge fristlos und beschloss die Einziehung des Geschäftsanteils des Investors gegen eine Entschädigung von 9 Millionen Dollar. Dieser Beschluss wurde im Stammesrat mehrfach getroffen und wieder zurückgezogen, zwei Mitglieder des Stammesrates wurden suspendiert. Der Investor klagte gegen die Entscheidung des Stammesrates. Nachdem der Investor Jin im Februar 2013 in erster Instanz 28 Millionen Dollar zugesprochen bekommen hat, meldete das Hualapai Unternehmen Sa’ Nyu Wa Insolvenz nach Chapter 11 an. Gleichzeitig wurden Rechtsmittel angekündigt. Der Betrieb des Skywalk ging unter der Verantwortung eines anderen Unternehmens zunächst weiter. Im April 2014 schlossen das Unternehmen des inzwischen verstorbenen Unternehmers, seine Erben und die Hualapai einen gerichtlichen Vergleich zu nicht-veröffentlichten Bedingungen und führen seither die Zusammenarbeit fort.

Der Investor ist prozentual an den Eintrittsgeldern beteiligt, doch der Skywalk ist Eigentum des Hualapai-Stammes. Die Einnahmen der ersten Jahre erlaubten den Bau eines Kulturzentrum der Walapai in Peach Springs. Die Hoffnung auf einen Rückgang der Arbeitslosigkeit hat sich bisher nicht erfüllt.

Lachnummer Zwei: Zahlen müssen Sie, dürfen dafür aber nicht mal knipsen

Die Zufahrt erfolgt auf einer seit August 2014 durchgehend asphaltierten Straße ab der US-93. Der Besuch ist kostenpflichtig und nur im Rahmen eines organisierten Tourprogramms möglich. Auf dem „Balkon“ dürfen sich gleichzeitig maximal 120 Personen aufhalten. Jeder Besucher muss einen speziellen Filzschutz über die Schuhe ziehen, mit denen ein Zerkratzen des Glasbodens verhindert werden soll. Hintergrund: Der Boden der Terrasse besteht aus sieben Zentimeter dickem entspiegeltem fünfschichtigem Spezialglas, das von der Firma Kinon in Köln-Porz geliefert wurde. 2011 wurden die Glaspanele (Rioglass Solar) ausgetauscht, die Kosten beliefen sich auf 1,5 Millionen Dollar. Man hat diesmal einen erneuerbaren Schutzfilm auf die Glasplatten integriert, um die Kosten zu senken. Durch die rund 1,5 Millionen Besucher seit der Eröffnung und durch Sand waren die ersten Glasscheiben zerkratzt.

Auf dem Skywalk ist das Fotografieren verboten. Kameras und Handys, aber auch Handtaschen und Rucksäcke müssen in einem Schließfach hinterlegt werden.

Eintritt: Der eigentliche Gang über den Skywalk kostet $29.95 + Tax , hinzu kommt der Eintritt ins Indianergebiet (Hualapai Visitation Permit) $43 pro Person u. $20 Parkgebühr. Da sollten die Dollares schon locker sitzen.

Aktivitäten im Grand Canyon

boating the Grand Canyon

Unvergesslich: Mit Schlauboot den Grand Canyon (Colorado) befahren

Ein 15km langer Fußweg an der Südspitze reicht bis ins Tal des Canyons. Wer gut zu Fuß ist kann den Trip, der abwärts etwa drei und retour etwa vier bis fünf Stunden dauert, schon mal wagen. Zudem werden auch Esel eingesetzt, um Cargo nach unten und natürlich auch wieder retour zu bringen.

Im wilden Fahrwasser des Colorados finden auch die meist mehrere Tage dauernden Schlauchbootfahrten statt. Verschiedene Anbieter können Sie dort sicher nach unten bringen, eine Reservierung ist hier sicherheitshalber im Vorraus angesagt.

Wer es eher gemütlicher angehen will, der kann kurzfristig an den von den lokalen Rangern geführten Touren teilnehmen, die täglich stattfinden. Es wird auf die Historie des Grand Canyon sowie seine Bewohner und die vorhandene Pflanzenwelt eingegangen.

Einige Anbieter buhlen zudem um die zahlungskräftige Klientel, die sich einen Helikopterrundflug in den Grand Canyon leisten wollen. Sicher ist das ein traumhaftes Erlebnis, das man wohl nie vergessen wird.