Die Metropole in der Provinz Québec ist eine faszinierende Hafenstadt am Saint Lawrence River mit kosmopolitischem Flair. Mit über 1,65 Millionen Einwohnern ist Montreal die zweitgrößte französisch-sprachige Stadt auf der Erde, direkt hinter Paris. Die französischen Ursprünge aus der Gründerzeit um 1642 sind bis heute in der gut gepflegten Altstadt zu erkennen. Hier spürt der Besucher die Lebensfreude der Einheimischen und deren Verbundenheit mit ihrer Historie. In der Provinz Québec hat Montreal den höchsten Anteil an Multikulti mit etwa 60 % französisch-sprachigen und knapp fünfzehn Prozent englisch-sprachigen Bewohnern aufzuweisen. Die restlichen 25 Prozent verteilen sich auf Sprachen aus allen Teilen der Welt: Italienisch, Arabisch, Spanisch, Chinesisch und viele mehr. Als beste Reisezeit für Montreal können wir das Frühjahr und den Herbst empfehlen. Die Sommer sind teils recht heiß und die Winter oft ziemlich kalt. Montreal zeichnet sich aus als Touristenmagnet dank seiner sehenswerten Attraktionen und der vielen historisch bedeutenden Stätten und Bauten, von denen wir die wichtigsten hier vorstellen:

Das imposante Olympiastadion Montreals

Das sehenswerte Olympiastadium von Montreal @Americaurlaub.de

Montreals Olympiastadium


Montreals Olympiastadion mit seinem schiefen Turm (Neigung: 45° !) ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt, die 1976 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele war. Das gesamte Gelände umfasst etwa 3 Hektar. Jedes Jahr besuchen meh als 3 Millionen Menschen die zahlreichen Sport- und Musikveranstaltungen. Mit 165 m ist der Tour de Montréal, wie er auf Französisch genannt wird, der höchste schiefe Turm der Welt. Eine Seilbahn bringt die Besucher flott und sicher auf die Aussichtsplattform, hier überblicken Sie das Olympiagelände, die Skyline Montreals, den Sankt-Lorenz-Strom und den Mount Royal! Das Olympiastadion von 1976 fasst 66.000 Zuschauer und kostete 1,16 Milliarden Dollar. Mehrmals täglich finden geführte Touren über das Gelände und in die Sportstätten statt.

Öffnungszeiten: Mitte Juni bis Anfang September 9-19 Uhr, Anfang September bis Mitte Juni 9-17 Uhr
Preise: Erw. 23,- CAD, Kinder von 5-17 Jahren 11,50, Familienticket (max 2 Erw. + 3 Kinder) 58,- CAD
Infos: parcolympique.qc.ca

Biodome

Ursprünglich handelte es sich um die Radsporthalle der Olympiade 76. Seit 1992 ist hier das in seiner Art einmalige Naturmuseum Biodome entstanden.
Hier finden Besucher fuenf unterschiedliche Ökosysteme: Arktis, Laurentinische Wälder der Umgebung, den Sankt-Lorenz-Golf, einen tropischen Regenwald und die Antarktis. Auch Tiere der jeweiligen Region sind hier zu sehen. Naturähnliche Barrieren statt Zaungehege vermitteln Dir den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Schilder am Wegesrand helfen bei der Suche nach bestimmten Tieren, etwa den Piranhas im Regenwaldbereich, oder den seltenen kanadischen Luchs und die Pinguine.

Öffnungszeiten: Täglich ausser Montags von 09:00-17:00 Uhr, im Sommer 09:00-18:00 Uhr
Preise: Erw. 19,50 CAD, Kinder von 5-17 Jahren 10,00 CAD
Infos: www2.ville.montreal.qc.ca/biodome

Botanischer Garten in Montreal

Naturskulpturen im Botanischen Garten von Montreal @Americaurlaub.de

Frau aus Pflanzen im Botanischen Garten Montreals


Der Botanische Garten von Montreal erstreckt sich über eine Fläche von 750.000 Quadratmetern und ist der zweitgrößte botanische Garten der Welt hinter dem in London. Westlich des Olympiazentrums gelegen finden sich hier verschiedene Themenbereiche:

Der Chinesische Garten zeigt die traditionelle chinesische Gartenkunst und ist der größte außerhalb Chinas! Im 1988 eröffneten Japanische Garten finden sich bis zu 150 Jahre alte Bonsaibäume und verschiedene, von der Jahreszeit abhängende Ausstellungen zur Teezeremonie, zum Iaidō sowie zur Ikebana. Seit 2001 zeigt der First Nations Garden einheimische Pflanzen wie Ahorn, Birke oder Kiefer. Eine Ausstellung zeigt Lebensweise, Kunst und Bautechnik der First Nations. Im Alpine Garden finden sich alpine Pflanzen. Auf dem riesigen Gelände des Botanischen Gartens befindet sich seit 1990 auch ein Insektarium.

Öffnungszeiten: 9-17 Uhr, Montag ist Ruhetag
Preise: Eintritt (inkl. Insektarium): Erw. 14,50 CAD, Kinder von 5-17 Jahren 7,00 CAD, im Winterhalbjahr je 2 CAD weniger.
Infos: espacepourlavie.ca/en/botanical-garden

Video: Im Botanischen Garten

Tipp: Falls Sie mehrere dieser Highlights besuchen wollen, werden Kombitickets mit niedrigeren Preisen angeboten. Überlegen Sie also am besten vorher, was Sie ansehen wollen.

Der Mont Royal – woher stammt der Name “Montreal”?

Lac aux Castors künstlicher See in montreal @Americaurlaub.de

Der See im Park von Mont Royal


Der Mont Royal ist ein markanter Höhenzug inmitten der Stadt Montreal. Der Stadtname Montreal leitet sich von Monte Real ab, einer italienischen Bezeichnung, die der venezianische Kartograf Giovan Battista Ramusio auf seiner 1556 erschienenen Darstellung von Hochelaga für den Höhenzug verwendete. Die Montérégie-Hügel prägen das Flachland zwischen den Appalachen und den Laurentinischen Bergen. Der Höhenzug umfasst drei Gipfel: den eigentlichen Mont Royal mit 233 m, Colline d’Outremont mit 211 m und Westmount mit 201 m. Die Einwohner und auch viele Touristen besteigen den Berg, um die schöne Aussicht auf die Stadt zu genießen. Ebenfalls auf dem Berg steht das St. Josephs Oratorium. Diese riesige Kuppelkirche markiert den höchsten Punkt der Stadt. Sie ist eine der größten Kirchen weltweit und bietet Platz für rund 10.000 Menschen. Rund um den Bergpark, der immerhin 190 Hektar umfasst, findet sich ein Skulpturgarten, Wander- und Spazierwege und eine Skipiste, die auch für Anfänger geeignet ist. Weiters das St.-Josephs-Oratorium, die McGill University mitsamt Lehrkrankenhäusern, das Stade Percival-Molson, die Université de Montréal, die École polytechnique de Montréal sowie die sehenswerten Villenviertel von Westmount und Outremont. Die Eröffnung des Parks erfolgte im Jahr 1876. Inmitten des Parks befindet sich der künstlich angelegte See Lac aux Castors.

Biosphere

Sehenswürdigkeiten wie den Biosphere finden Sie auf Americaurlaub.de

Der Glaskuppelbau Biosphere im Winter


Die Biosphere liegt auf der Insel Sainte-Helene in einem ruhigen und sehr gepflegten Park. Die Glaskuppel wurde im Rahmen der Weltausstellung 1967 als Pavillion der USA erbaut und hat einen Durchmesser von 76 Metern und eine Höhe von 62 Metern.

Im August 1990 erwarb das kanadische Umweltministerium das Gelände und errichtete darauf ein interaktives Museum, das sich der Vermittlung der Ökosysteme an den Großen Seen und am Sankt-Lorenz-Strom widmet, dieses eröffnete 1995. Dies klingt nun erstmal nicht so spannend, ist aber eine sehr abwechslungsreiche Sache. Es gibt wechselnde interaktive Ausstellungen zu den Themen Umweltschutz, Klimawandel und dem Ökosystem der Großen Seen. Und da wir immer mehr vom Wandel unseres Erdklimas betroffen sind, kann ein Besuch in diesem Museum sogar einen Aha-Effekt bewirken!

Öffnungszeiten: 9-17 Uhr, von Mitte Januar bis Ende Mai ist das Museum Donnerstags bis Sonntag geöffnet, danach bis September täglich.
Preise: Erwachsene 15,00 CAD, Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt!
Infos: .ec.gc.ca/biosphere

Die versteckte Stadt – La ville souterraine

Im Reso shoppen und per Metro raus aus Montreal @Americaurlaub.de

Logo der Untergrundstadt Reso


Die Untergrundstadt Montreals, Ville intérieure, offiziell auch RÉSO genannt, ist ein weit verzweigtes Netzwerk von Fußgängertunneln und unterirdischen Ladenpassagen in der Innenstadt von Montreal. Das über 32 Kilometer lange Tunnelsystem gilt als größte Untergrundstadt der Welt und erstreckt sich über eine Fläche von zwölf Quadratkilometern im zentralen Stadtbezirk Ville-Marie. Auf diese Weise werden unter anderem zehn U-Bahn-Stationen, zwei Busbahnhöfe, die beiden Hauptbahnhöfe, Hunderte von Läden, Restaurants und Kinos, Hotels, drei Veranstaltungshallen, ein Eishockeystadion, diverse Büro- und Wohngebäude sowie zwei Universitäten miteinander verbunden. Etwa 80 % aller Büro- und 35 % aller Ladenflächen in der Innenstadt sind an die Untergrundstadt angeschlossen. Fußgänger können sich auf diese Weise vor allem im strengen Winter vor klimatischen Einflüssen geschützt in der Innenstadt bewegen. Etwa eine halbe Million Menschen bevölkern die Stadt unter der Stadt.

Notre-Dame de Montréal

Aussen schlicht innen pompös so zeigt sich notre Dame in Montreal

Das prachtvolle Altarschiff im Notre Dame Montreals


Der Notre-Dame de Montréal ist eine römisch-katholische Basilika in der Altstadt an der Rue Notre-Dame, gegenüber dem Place d’Armes. Das neugotische Gebäude entstand von 1824 bis 1829 und ersetzte die frühere gleichnamige Pfarrkirche. Sie besteht aus grauem Kalkstein, dem traditionellen Baumaterial in der Montrealer Altstadt und wirkt daher von aussen eher etwa schlicht. Doch im Inneren finden sich die wahren Schätze: Zum einen die erste elektrisch angetriebene Orgel der Welt. Sie besitzt vier Manuale, 99 Register und 6.500 Pfeifen. Die Orgel wurde zwischen 1885 und 1891 in der Kirche installiert und thront stolz im gotischen Innenraum. Die Ikonografie des Altarbildes erklärt die biblischen Grundlagen des göttlichen Opfers, wiedergegeben durch die Messe und das anschließende Abendmahl. An der Spitze des Altars wird die Jungfrau Maria durch ihren auferstandenen Sohn gekrönt. Statuen stellen verschiedene biblische Figuren dar. Diese Kirche gehört definitiv zu den schönsten in Nordamerika!

Öffnungszeiten: Von 21.Juni bis 9. Oktober jeweils um 13:30 findet von Montag bis Freitag eine Führung durch den Notre Dame auf Französisch und Englisch statt.
Preise: Erwachsene 10,00 CAD, Kinder von 7 bis 17 Jahres 8,00 CAD.
Website: basiliquenddm.org

Latin Quarter – Doch wo sind die Latinos ?

Das Quartier Latin befindet sich im Stadtteil Ville- Marie, rund um UQAM und Saint-Denis Street. Gelegen zwischen der Innenstadt und dem Gay Village. Es ist für seine Theater, Bars, Cafés und Boutiquen bekannt. Als erstes hatten wir gedacht, dass wir hier die Latinos antreffen können, die in den letzten Jahrzehnten in die USA und Kanada eingewandert sind. Aber weit gefehlt – nicht ein Latino kreuzte unseren Weg, als wir das Barrio erkundet haben. Woher kommt nun der Name des Viertels ? Dazu müssen wir etwas ausholen: im 18. Jahrhundert war das Latin Quarter das IN-Viertel der Stadt und davon zeugen auch die heute noch existierenden Bauwerke und Häuser. Doch der Name des Viertels wurde erst in den 30ern des letzten Jahrhunderts geprägt, als sich immer mehr Studenten und Lernbegierige in der Gegend niederließen. Und da Latein als Sprache der Gelehrten gilt, wurde das Viertel danach benannt. Es wurde zum Studentenviertel und der Name hält sich bis heute, die Studenten verließen aber die Gegend mit dem Umzug der Unis. Doch die lockere, künstlerische Atmospähre hat sich bis heute dort erhalten.

Gay Village

Das sogenannte Gay Village ist eines der weltweit größten Schwulen-und Lesben-Viertel. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Studentenviertel und überschneidet es zum Teil.
Der zentral gelegene Bezirk erstreckt sich auf etwa zwei Kilometern entlang der Rue Sainte-Catherine bis zum Südende des Parc Lafontaine. Mit seiner Offenheit und Toleranz, den hervorragenden Restaurants, einer lebendigen Szene und natürlich auch mit Exzentrik – gerade in den trendigen Boutiquen und Geschäften – trägt das Village dazu bei, in Montreal etwas Besonderes zu finden. Obwohl viele Homosexuelle auch in anderen Teilen von Montreal wohnen, bleibt das Gay Village wird die Sainte-Catherine Street von Mai bis September zur Fußgängerzone. Die großen Außenbereiche mit vielen Terrassen laden Touristen zu Großveranstaltungen wie das Internationale Kunstfestival oder das Fierté Montreal Pride und das Divers Cités Festival.